Fundamental- oder Technische Analyse

Fundamental- oder Technische Analyse

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Inhaltsangabe:Einleitung: Es sind viele Schritte unternommen worden, um das Wesen der KapitalmAcrkte zu durchleuchten und zu verstehen, so dass mit Hilfe dieses Wissens finanzieller Reichtum angehAcuft werden kann. Mittels unterschiedlicher Bewertungs- und Analyseverfahren wird versucht, die ungewisse Zukunft vorweg zu nehmen und anhand dieser Methoden wird dem Anleger/Investor/(Aktien)HAcndler/Trader eine gewisse Sicherheit bei der zu treffenden Investmententscheidung suggeriert, die es nicht gibt. Die Zukunft kann nicht vorausgesagt werden. Es handelt sich lediglich wenn A¼berhaupt um ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten. Und doch gibt es Personen, die mit diesen TActigkeiten und Vorgehensweisen an den FinanzmAcrkten sehr erfolgreich sind. Eine MApglichkeit, um von zukA¼nftigen Kursbewegungen zu profitieren, bietet die Technische Analyse. Diese Methode legt das Hauptaugenmerk auf vergangene Kursbewegungen, die A¼ber einen grApAŸeren Zeitraum betrachtet, als richtungsweisende gehandhabt werden. Es gibt spezielle Kursmuster, die als Chartformationen bezeichnet werden. Bei erneutem Auftreten dieser Chartformationen wird daraus eine Handelsentscheidung generiert, sowie ein Kursziel abgeleitet. Doch der Ursprung, das Unternehmen, welches durch die eigene Performance die Erwartungshaltung der Anleger und somit den Aktienkurs aufgrund von Angebot und Nachfrage beeinflusst, wird komplett vernachlAcssigt. Aufgrund dieses Sachverhaltes, dass sozusagen das Herz des Kurses komplett auAŸen vor gelassen wird, liegt die Aufgabe dieser Bachelor-Arbeit darin, die Sinnhaftigkeit von Kauf- und Verkaufsentscheidungen, basierend auf Methoden der Technischen Analyse, sowie die daraus resultierenden Erfolgs- bzw. Misserfolgschancen aufzuzeigen und den Ergebnissen der Fundamentalanalyse gegenA¼berzustellen. Bei einer Investition am Aktienmarkt gibt es zwei sehr unterschiedliche Arten, die anstehende Kauf- und Verkaufsentscheidung zu begrA¼nden. Es handelt sich hierbei zum einen um die Fundamentalanalyse und zum anderen um die Technische Analyse. Die Frage ist, auf welche Analysemethode ein privater Anleger seine Kauf- oder Verkaufsentscheidungen stA¼tzen soll, bzw. welche der angewandten Methoden erfolgsversprechender ist. FA¼r eine Entscheidung, die auf fundamentalen Kriterien basiert, muss sehr viel Arbeitsaufwand betrieben werden, um die benAptigen Unternehmensdaten wie auch Kennzahlen zu erhalten. Diese sind unter anderem, sobald diese vom Unternehmen verApffentlich werden, als nicht mehr aktuell zu bewerten. Eine zeitliche VerzApgerung von Unternehmensdaten (z. B. Quartalszahlen) ist bei der Schnelllebigkeit heutzutage einem Wissensdefizit gleichzusetzen und aufgrund dessen als ein Nachteil fA¼r am Finanzmarkt agierende Personen zu werten. Die Technische Analyse scheint wesentlich komfortabler zu sein, denn anhand eines Bildes, dem sogenannten Chart, sind vergangene Kursbewegungen per Knopfdruck nahezu in Echtzeit ersichtlich. Bei Untersuchung dieser KursverlAcufe, wird jedoch auf das zugrunde liegende Unternehmen vergessen einzig und allein ist die aus dem Kurs abgeleitete Information ausschlaggebend fA¼r die Richtung des Engagements am Finanzmarkt. Durch diese Art von Abkoppelung kann es zu einem Fehlverhalten durch Fehlinterpretation, was die Kauf- oder Verkaufsentscheidung betrifft, kommen. Ungeachtet dem Wissensstand A¼ber die zugrunde liegende Analyse Methode ist im Vorfeld zu klAcren, welche denn diejenige mit den hApchsten Renditen ist. Etliche Studien sind zu dieser und Achnlicher Fragestellung durchgefA¼hrt worden. Die Untersuchungsergebnisse geben jedoch keinen eindeutigen Aufschluss darA¼ber, was ein Privatanleger nun fA¼r eine Strategie verfolgen soll. Bei einer durchgefA¼hrten Studie zur Technischen Analyse in Indien, kamen die Verfasser zum Ergebnis, dass die Technische Analyse keinen Vorteil gegenA¼ber einer simplen Buy-and-Hold Strategie liefert. Eine bzgl. der Prognose QualitAct der Technischen Analyse durchgefA¼hrte Studie fA¼r den deutschen Markt ergab ein identisches Ergebnis, nAcmlich dass die Technische Analyse nicht vermag, den Markt zu schlagen. Hingegen kommt die Studie aus dem Jahr 1999 zu einem Ergebnis, welches fA¼r die Technische Analyse spricht, da diese um mehr als das Vierfache bessere Resultate als eine simple Buy-and-Hold Strategie liefert. Auch spricht das Ergebnis einer fA¼r den chinesischen Markt durchgefA¼hrte Studie nicht eindeutig fA¼r oder gegen die Technische Analyse. In einer weiteren Arbeit, welche sich konsequent dem Ergebnis der Fundamentalanalyse widmet, ist das Ergebnis wieder ein anderes. Es wurden die Vorteile der Investition nach der Fundamentalanalyse aufgezeigt, welche sich in den erzielten Renditen widerspiegeln. Die Untersuchungen, die fA¼r den britischen Markt durchgefA¼hrt wurden, zeigten im Gegensatz dazu, dass die Technische Analyse hier den Vorzug erhalten muss. Diese unterschiedlichen Untersuchungsergebnisse stellen einen ausreichend groAŸen Beweggrund fA¼r eine erneute Untersuchung und Auseinandersetzung dar. Wie eingangs erwAchnt, wird von Unternehmen, wie auch Banken, spezielle Analysesoftware fA¼r die UnterstA¼tzung der Anleger im Bereich der Technischen Analyse zur VerfA¼gung gestellt. Die veranstalteten BAprsen-Spiele werden ebenfalls nach den Kriterien der Technischen Analyse durchgefA¼hrt. Die Studienergebnisse liefern hingegen keinen eindeutigen Beweis der Aœberlegenheit der Technischen Analyse. So ist auch hier die Motivation fA¼r eine weitere Untersuchung gegeben. Ziel ist es herauszufinden, ob beim Investieren an den FinanzmAcrkten es mit Hilfe der Technischen Analyse mApglich ist, eine hAphere Rendite zu erzielen als durch InvestitionstActigkeiten, welche auf Kriterien der Fundamentalanalyse basieren. Ein interessierter Investor soll mit Hilfe dieser Arbeit einen Aœberblick erhalten, unter welchen Bedingungen die Rendite-Ergebnisse der jeweilig eingesetzten Analysemethode zu erwarten sind. Ebenfalls soll eine nachvollziehbare Herangehensweise fA¼r noch unerfahrene Personen im Bereich Finanzanlage offeriert werden. Es sollen die Schwierigkeiten der Datenbeschaffung aufgezeigt und auf die Unsicherheit der zukA¼nftigen Entwicklung der jeweiligen Unternehmen hierbei hingewiesen werden. Um diese Ziele zu erreichen, wurde wie folgt vorgegangen: Es wurden unterschiedliche Kaufzeitpunkte bei Aktien, wAchrend unterschiedlichen Marktphasen wie Hausse , Baisse bei einer maximalen Haltedauer von 12 Monaten verglichen, um ein aussagekrAcftiges Ergebnis fA¼r die unterschiedlichen Perioden zu erhalten. Die Ergebnisse sind mit Kommentaren versehen unter dem Punkt Vergleich der Ergebnisse aufgelistet. Damit eine GegenA¼berstellung mApglich ist, werden weitere Selektionskriterien fA¼r die Auswahl der Aktien der zugrunde liegenden Unternehmen berA¼cksichtigt. Anhand der somit ausgewAchlten Aktien sind Kauf- und Verkaufsentscheidungen, basierend auf Kriterien der Fundamentalanalyse und Technische Analyse, zu treffen. Eine genauere Umschreibung findet im nachfolgenden Punkt Rahmenbedingungen wie in den jeweiligen Punkten Anwendung der Fundamentalanalyse, Anwendung der Technischen Analyse statt. Damit die Ergebnisse der unterschiedlichen Methoden vergleichbar sind, mA¼ssen Untersuchungskriterien aufgestellt und entsprechend ein- bzw. abgegrenzt werden. Darunter fallen folgende EinschrAcnkungen: Die ausgewAchlten Aktien sind auf jene Unternehmen beschrAcnkt, die an der deutschen BAprse notiert sind. Das jeweils getActigte Investment wird zum Ende des aktuellen Jahres glattgestellt. FA¼r das kommende Jahr wird der innere Wert neu errechnet, bzw. werden neue Kauf- Verkaufssignale der sich kreuzenden Gleitenden Durchschnitte herangezogen. FA¼r jede Transaktion, sei dies Kauf oder Verkauf, ist 1% an Spesen berA¼cksichtigt. FA¼r den Kauf- bzw. Verkauf nach Fundamentalanalyse muss der Aktienkurs am Untersuchungstag jeweils unter dem inneren Wert notieren, ansonsten findet kein Kauf statt. Es ist hierfA¼r eine vereinfachte Version zur indirekten Cashflow Berechnung angewandt worden. Der Kauf wird zum jeweiligen ErApffnungskurs des aktuellen Tages durchgefA¼hrt, der Verkauf erfolgt jeweils auf Schlusskursbasis. Die Errechnung des inneren Wertes erfolgt unabhAcngig vom Kurs des zugrunde liegenden Wertpapiers. Dieser wird lediglich fA¼r den Vergleich und der daraus resultierenden HandelsaktivitAct benAptigt. Bei der Technischen Analyse ist dies A¼ber sich kreuzende Gleitende Durchschnitte realisiert. Ein Kauf wird erst am nAcchsten Tag, nach Auftreten des Signals, durchgefA¼hrt. Dieser erfolgt auf ErApffnungskursbasis. Dies liegt daran, dass ein Signal erst nach Abschluss des laufenden Tages generiert wird und der Kauf somit erst am darauf folgenden Tag durchgefA¼hrt werden kann. Aufgrund der SubjektivitAct, welche bei der Formationsanalyse vorherrscht, ist nur die Anwendung von Gleitenden Durchschnitten in Frage gekommen, da diese duplizierbar sind. Um Verzerrungen der Ergebnisse weitestgehend zu vermeiden, ist als Stichtag jeweils der 25. MAcrz gewAchlt worden. Da die GeschAcftsberichte zum Teil nicht frA¼her verApffentlich werden, die Fundamentalanalyse diese jedoch zur Errechnung des inneren Wertes benAptigt, hActte ein Investor der Technischen Analyse einen zeitlichen Vorteil, da dieser 2, 5 Monate lAcnger die MApglichkeit hat, an den FinanzmAcrkten zu investieren. Dies wird somit unterbunden. Schwankungen von bis zu 5% werden als normal angesehen, bzw. gelten als Konsolidierung. Kursverluste bis zu 15% gelten als Korrektur einer vorangegangenen Bewegung. Erst bei einem Preisrutsch der Kurse in kurzer Zeit von mehr als 20% ist von einem Crash die Rede. Die auf Kursgewinne anfallenden Steuern finden in dieser Arbeit keine BerA¼cksichtigung. Ebenfalls wird die Auswirkung der Inflation fA¼r den Untersuchungszeitraum nicht berA¼cksichtigt. Verwendete Software und Datenherkunft: Jene dargestellten Abbildungen die mit Quelle: eigene Ausarbeitung angegeben sind, wurden mit der Software MetaStock 11 EOD erzeugt. Bei den restlichen Darstellungen ist der Quellenverweis zur Originaldatei unten angefA¼hrt. FA¼r die Berechnung des Beta-Koeffizienten sind die Daten von der Webseite Yahoofinance.com A¼bernommen worden. Etwaige Fehler bei der A¼bernommenen Datenbasis wurden nicht korrigiert. Money Management: Da es sich hier um ein sehr komplexes Thema handelt, welches eine selbstAcndige Arbeit fA¼llen kann, ist fA¼r diese Arbeit nur ein Teil angewandt. FA¼r die Fundamentalanalyse ist ein Verlustbegrenzungslimit von 20% ab dem Kaufkurs (exkl. Spesen) gewAchlt. Bei der Technischen Analyse muss ein Verlust von 8% (exkl. Spesen) eintreten, um das aktuell getActigte Investment wieder zu verAcuAŸern. Auf weitere Punkte, wie PositionsgrApAŸe, ein Nachziehen des Stop-Limits, bzw. Stopsetzung, angepasst an die Markttechnik, wird hier nicht umgesetzt. HierfA¼r gibt es genA¼gend Fachliteratur, die sehr genau auf dieses Thema, speziell fA¼r die Anwendung in der Praxis, eingeht. Allgemeiner Hinweis: Wird in der Arbeit von einem Investment, einer Anlage oder Trade gesprochen, so ist der einzige Unterschied, zwischen einem Investor und Trader, im Anlagehorizont begrA¼ndet. Geschlechtergerechte Sprache: Um den Lesefluss nicht zu stApren, ist in dieser Arbeit die mAcnnliche Form verwendet worden. Das soll jedoch keine Diskriminierung des weiblichen Geschlechts darstellen. FA¼r die Bezeichnungen Investor, Anleger und Trader ist natA¼rlich die Benennung einer Investorin, Anlegerin und Traderin ohne weiteres korrekt. Die Struktur der Arbeit ist wie folgt: Im ersten Teil werden allgemeine Grundlagen zur Aktienanalyse besprochen. Die nAcchsten Abschnitte widmen sich der Fundamentalanalyse und ihren Kennzahlen und der Technischen Analyse, worunter Chartformationen sowie die technischen Indikatoren fallen. Als letzter Punkt wird der VollstAcndigkeit halber auf das Prinzip der Elliott-Wellen eingegangen, welches jedoch nicht genauer untersucht wird. Es sind als Abschluss jeden Abschnittes die wichtigsten Informationen zusammengefasst aufgefA¼hrt und einer kritischen Betrachtung unterzogen worden. Die Theorie ist damit beendet und es werden die Ergebnisse der untersuchten Aktien im nAcchsten Abschnitt behandelt. Die erzielten Ergebnisse sind jeweils kommentiert, sodass ein Nachvollziehen, wie jedes Ergebnis zu Stande kam, gegeben ist. Kritische A„uAŸerungen zur jeweilig angewandten Methode sind anschlieAŸend aufgefA¼hrt. In der Abschluss-GegenA¼berstellung ist die Performance der jeweiligen Investitionsmethode ersichtlich und die wichtigsten Erkenntnisse sind aufgelistet. Im Schlussteil sind die aus der Arbeit erhaltenen Informationen kurz zusammengefasst und es wird ein Ausblick fA¼r weitere Untersuchungen gegeben. Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: DarstellungsverzeichnisVIII TabellenverzeichnisX FormelverzeichnisXI AbkA¼rzungsverzeichnisXII 1.Einleitung1 1.1Problemstellung2 1.2Zielsetzung3 1.3Rahmenbedingungen4 1.4Aufbau der Arbeit6 2.Grundlagen der Aktienanalyse6 2.1Informationseffizienz des Kapitalmarkts7 2.2Allgemeine Marktsituation8 2.2.1Hausse9 2.2.2Baisse9 2.2.3Konsolidierung10 3.Fundamentalanalyse10 3.1Externe Faktoren11 3.2Interne Faktoren11 3.3Innerer Wert12 3.4Top-down-Ansatz13 3.4.1Globalanalyse13 3.4.2Branchenanalyse14 3.4.3Unternehmensanalyse14 3.4.3.1Informationsbeschaffung15 3.4.3.2Kennzahlenanalyse16 3.5Beurteilung der Fundamentalanalyse26 4.Technische Analyse (TA)27 4.1Dow-Theorie29 4.2Trendkonzept, Trendanalyse29 4.2.1PrimAcrtrend30 4.2.2SekundAcrtrend30 4.2.3TeritAcrtrend30 4.2.4AufwAcrtstrend30 4.2.5AbwAcrtstrend31 4.2.6SeitwAcrtstrend31 4.3Charttypisierung, Darstellungsformen32 4.3.1Linienchart32 4.3.2Balkenchart32 4.3.3Kerzenchart33 4.3.4Point a Figure Chart33 4.4Chartformationen, Formationsanalyse34 4.4.1TrendbestActigungsformationen35 4.4.1.1Flaggen35 4.4.1.2Wimpel36 4.4.1.3Steigende Dreiecke36 4.4.1.4Fallende Dreiecke36 4.4.1.5Symmetrische Dreiecke37 4.4.1.6Rechtecke37 4.4.2Trendumkehrformationen38 4.4.2.1Top-Umkehrformationen38 4.4.2.2Bottom-Umkehrformationen40 4.4.3TrendkanAcle42 4.4.4Kurszielbestimmung bei Chartformationen43 4.4.4.1Rechteck44 4.4.4.2Flagge44 4.4.4.3Wimpel44 4.4.4.4Dreiecke (steigend, fallend)45 4.4.4.5Symmetrisches Dreieck45 4.4.4.6Schulter-Kopf-Schulter46 4.4.5Trendlinien46 4.5Widerstand und UnterstA¼tzung47 4.6KurslA¼cken47 4.7Indikatoren48 4.7.1Trendfolgeindikatoren48 4.7.1.1Gleitender Durchschnitt (GD)49 4.7.1.2Moving Average Convergence Divergence (MACD)49 4.7.2Oszillatoren51 4.7.2.1Relative StAcrke Index (RSI)51 4.7.2.2Momentum (MOM)52 4.7.2.3Williams Percent Range (%R)53 4.7.3VolatilitActs-Indikatoren54 4.7.3.1Chaikin s Volatility (CVO)54 4.7.3.2Dynamic Momentum Index (DMI)54 4.7.4TrendstAcrke-Bestimmung-Indikatoren55 4.7.4.1AROON - Indikator55 4.7.4.2Directional Movement Index (DMI)56 4.8Elliott-Wellen-Prinzip57 4.8.1Geschichtlicher Hintergrund57 4.8.2Ursache fA¼r diese Musterbildung58 4.8.3Grundkonzept des Wellen-Prinzips58 4.8.4Anmerkung zum Elliott-Wellen-Prinzips58 4.9Beurteilung der Technischen Analyse59 5.Praxisbezogene Anwendung61 5.1Methodik der Analyse-Verfahren62 5.2Anwendung Fundamentalanalyse63 5.2.1Anwendung des DCF-Verfahren63 5.2.2Kritik am DCF-Verfahren65 5.2.3Resultate des DCF-Verfahrens67 5.3Anwendung Technische Analyse68 5.3.1Anwendung des Gleitenden Durchschnitts69 5.3.2Kritik zum Gleitenden Durchschnitt70 5.3.3Resultate der Gleitender Durchschnitt-Methode72 5.4Vergleich der Performance75 5.4.1GegenA¼berstellung der Ergebnisse je Marktphase77 5.4.2Fazit zu den Ergebnissen79 6.Schlussteil und Ausblick82 Literaturverzeichnis83 Filmographie95 AnhangI Textprobe:Textprobe: Kapitel, Adjusted Present Value (APV): Dieser Ansatz legt als Ausgangspunkt der Berechnung fest, dass es sich bei dem Untersuchungsobjekt um ein Unternehmen handelt, welches zu einhundert Prozent mit Eigenkapital finanziert, somit nicht verschuldet ist. Die Diskontierung wird ausschlieAŸlich auf das Eigenkapital angewendet, um so die freien Cashflows zu ermitteln. Im so ermittelten Marktwert sind jene Steuervorteile, A¼ber welche ein verschuldetes Unternehmen verfA¼gt, jedoch noch nicht berA¼cksichtigt. Aufgrund dessen werden diese separat fA¼r jede Periode berechnet und abgezinst. Es wird der Einfachheit halber so vorgegangen, dass jene Fremdkapitalkosten entsprechend so groAŸ sind, wie jene des risikolosen ZinsfuAŸes, mit welchem der sogenannte Tax Shield als 1. Schritt diskontiert wird. Im 2. Schritt wird aus dem entsprechenden Steuervorteil der dazugehAprige Marktwert ermittelt. Der Adjusted Present Value entspricht der Summe der beiden berechneten Werte. APV = diskontierter Marktwert vom Unternehmen + diskontierter Marktwert des Steuervorteils. Weighted Average Cost of Capital (WACC): Die Vorgehensweise beim WACC entspricht jener, dass im ersten Schritt der Wert fA¼r das Gesamtkapital ermittelt wird (Annahme: Unternehmen schuldenfrei), und im zweiten Schritt ist von diesem der Marktwert des Fremdkapitals zu subtrahieren. FA¼r diese Berechnung des Marktwertes vom Fremdkapital wird auf einen sich im Risikopotential widerspiegelnden Zinssatz zurA¼ckgegriffen und A¼ber das CAPM diskontiert. Darin liegt auch der Unterschied zum APV-Ansatz, bei welchem die Kosten des Eigenkapitals bei Eigenfinanzierung abgezinst werden. WACC verwendet zur Diskontierung einen anderen Kapitalkostensatz, als jenen des Eigenkapitals. Es werden darin die steuerlichen Vorteile bei der Fremdfinanzierung berA¼cksichtigt. Die geforderten Renditen werden wie bereits erwAchnt, durch RA¼ckgriff auf CAPM, von den Eigenkapitalgebern festgelegt. Ebenfalls flieAŸen die KapitalkostensActze fA¼r das EK und FK A¼ber den jeweiligen (Marktwert-)Anteil entsprechend ein. Equity-Ansatz: Beim Equity-Ansatz wird jener Zahlungsstrom diskontiert, der nach Abzug folgender Zahlungen als Ergebnis A¼ber bleibt. Die abzuziehende Zahlungen sind: Steuern, Investitionen, Zins- und Tilgungszahlungen. Es handelt sich bei dieser GrApAŸe (Ergebnis) um den Free-Cash-Flow-to-Equity (FCFE). Der Diskontierungssatz hierfA¼r resultiert einzig und allein aus den Renditeforderungen von den jeweiligen Eigenkapitalgebern, auch hier wird von einem unverschuldeten Unternehmen ausgegangen. Dieses Prinzip bei der Ermittlung der relevanten ZahlungsstrApme entspricht jenem des Ertragswertverfahrens. Der Unterschied zischen diesen beiden liegt in der Vorgehensweise, wie der KalkulationszinsfuAŸ ermittelt wird. Beim Ertragswertverfahren ist jener vom Anleger selbst zu ermitteln, welcher sich aus einer mApglichen Alternativanlage ergeben wA¼rde. Beim Equity-Ansatz wird dieser A¼ber das kapitalmarkttheoretische Modell bestimmt. Aœberschlagsrechnungen: Diese Bewertungsmethode ist recht einfach zu handhaben. Dabei handelt es sich um Multiplikatormodelle, welche fA¼r den fairen Wert des Unternehmens eine Kennzahl z. B. KGV mit dem Gewinn je Aktie multipliziert. Es wird der Wert des Unternehmens durch die Marktbewertung beeinflusst (da KGV abhAcngig). Das Ergebnis unterliegt somit zum Teil relativen BewertungsmaAŸstAcben, aber auch konkreten Bewertungen, denn es schlieAŸt den Vergleich mit anderen Unternehmen und deren erzielten Ergebnissen (Gewinn pro Aktie) mit ein. Basis dafA¼r ist die Annahme, dass Unternehmen, die in einer Achnlichen Branche tActig sind, auch Achnliche Transaktionswerte erzielen. So ist davon auszugehen, dass ein Achnliches Unternehmen am Finanzmarkt einen annAchernd gleichen Preis beim Verkauf erzielt. Der faire Aktienkurs wird A¼ber das KGV wie folgt ermittelt: Fairer Aktienkurs = Gewinn je Aktie x KGV des Unternehmens. Aktienkurs des Unternehmens im Vergl. zur Branche: Fairer Aktienkurs = Gewinn je Aktie x KGV der Branche. Bei dieser Art der Preisermittlung ist festzuhalten, dass dies speziell in der Praxis Anwendung findet. Aufgrund unzureichender konzeptioneller Fundierung gilt dies jedoch als umstritten, speziell in der theoretischen AnnAcherung dieser Methode. Das ermittelte Ergebnis bzw. der Unternehmenswert kann als Art Richtwert zur Orientierung angesehen werden. FA¼r eine Kaufpreisermittlung ist es ebenfalls gAcngig, diesen ermittelten Wert als PlausibilitActserklAcrung heranzuziehen. 3.5, Beurteilung der Fundamentalanalyse: Die Vorgehensweise des Top-Down Ansatzes fA¼r die Selektion eines vielversprechenden Unternehmens bzw. dessen Aktien, stellt ein gutes Konzept dar. Durch Einbeziehen der unterschiedlichsten Faktoren, welche auf jeder Ebene (Global, Branche und Unternehmensvergleich) andere Auswirkungen und EinflA¼sse haben, sind AcuAŸerst hilfreich, um unterbewerteten Aktien und in Folge dessen ertragreiche Investitionschancen zu erkennen. Mit Hilfe der Bilanzdaten bzw. den daraus errechneten aktienbezogenen Kennzahlen, ist ein schneller Aœberblick und weitere Vergleich zwischen den verschiedenen Unternehmen rasch zu bewerkstelligen. Es ist eine EinschActzung fA¼r jedes Unternehmen, basierend auf den jeweiligen Unternehmenskennzahlen, mApglich. Festzuhalten ist auch, dass bei der Fundamentalanalyse es sich um ein Verfahren handelt, welches auf einen mittel- bis langfristigen Zeithorizont ausgerichtet ist. Unternehmensdaten werden z. B. quartalsweise verApffentlicht, gewisse EinschActzungen mittels Vergleich von mehreren Perioden werden fA¼r etliche Monate/Jahre getroffen. So stellt dieses Vorgehen eine gute Basis fA¼r den Kauf eines speziell selektierten Wertes dar, doch das exakte Timing wird auAŸen vor gelassen und gerAct ins Hintertreffen. Dies kann sich negativ auf Renditeerwartungen bzw. Ergebnisse auswirken, bzw. ist der Aufwand des nAptigen Researchs sehr hoch, wohl zu hoch fA¼r ein unter UmstAcnden bewusst kurzfristig einzugehendes Investment. Aufgrund einer subjektiven Betrachtungsweise bei der Berechnung des inneren Wertes sollte die Fundamentalanalyse nicht als einziges Kriterium fA¼r die Aktienauswahl zu Rate gezogen werden. FA¼r ein gutes Timing kann die Technische Analyse unterstA¼tzend herangezogen werden. Auf diese wird im nAcchsten Abschnitt eingegangen.Online im Internet: URL: http://www.kwt.or.at/de/PortalData/2/Resources/ downloads/downloadcenter/50-KFSBW1.pdf, Risikozuschlag 5.3.3., S. 16 (Zugriff am: 22.02.2011). Kirkpatrick, Charles D.; Dahlquist, Julie R. (2010): Technical Analysis.


Title:Fundamental- oder Technische Analyse
Author: Clemens Liepert
Publisher:diplom.de - 2011-08-11
ISBN-13:

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